Stadtmagazin Schweinfurt berichtet über iGZ-Mitglied

Langfristige Perspektive durch Zeitarbeit

„Zeitarbeit – Langfristige Beschäftigungsperspektive“ titelte das Stadtmagazin Schweinfurt. Laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) bleiben über 60 Prozent der Zeitarbeitnehmer, die vorher arbeitslos gemeldet waren, nachhaltig in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Erika Drößler, Geschäftsführerin troj Personaldienste GmbH, stand dem Stadtmagazin Schweinfurt Rede und Antwort. Quelle: gmag

Rund ein Viertel der Zeitarbeitnehmer, die aus der Arbeitslosigkeit kommen, wechseln nach einem Jahr in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung außerhalb der Zeitarbeit. Das bestätigt auch Erika Drößler, Geschäftsführerin troj Personaldienste GmbH, im Gespräch mit dem Stadtmagazin Schweinfurt: „27 Prozent unserer Mitarbeiter werden von Kundenunternehmen in eine Festanstellung übernommen.“

Normales Arbeitsverhältnis

Kritikern gegenüber erkläre Drößler, dass Zeitarbeit ein ganz normales Arbeitsverhältnis mit allen gesetzlichen Pflichten und Rechten wie jede andere Beschäftigung sei. „89 Prozent haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag und rund 90 Prozent sind Vollzeit beschäftigt.“ Zudem liege der Mindestlohn in der Zeitarbeit weit über dem gesetzlichen Mindestlohn.

Zeitarbeit wird bevorzugt

Das wird besonders in der Pflegebranche deutlich. Pflegefachkräfte arbeiten vermehrt für Zeitarbeitsfirmen und lehnen Übernahmeangebote von Kundenfirmen ab. Das bestätigt auch Peter Erlanson, gesundheitspolitischer Sprecher DIE LINKE, im Interview mit dem Stadtmagazin Schweinfurt: „Heute wollen die jungen Schwestern und Pfleger das gar nicht, sie bleiben lieber bei der Zeitarbeitsfirma, weil sie dort mehr Geld und einen garantiert stabilen Dienstplan bekommen.“ Laut Erlanson gehöre der Einsatz von Zeitarbeitskräften in Krankenhäusern inzwischen zum Alltag.

Idealer Integrationsfaktor

Auch für Flüchtlinge sei Zeitarbeit ein idealer Integrationsfaktor. „Jeder fünfte Flüchtling, der bereits eine Beschäftigung gefunden hat, arbeitet in der Zeitarbeitsbranche“, betont Drößler im Gespräch mit dem Stadtmagazin. „Dank einer Festanstellung in der Zeitarbeit können sie neuen Mut fassen und wieder selbstständig für ihre Familien sorgen.“ (SB)