iGZ-Mitglied lädt Politiker zum Gespräch ein

Themenseite: Arbeitsmarktpolitik

Krämer: Zeitarbeit ermöglicht neue Wege

„Wir müssen überflüssige Regulierungen in der Zeitarbeit abbauen“, machte FDP-Politiker Jürgen Krämer deutlich. „Deutschland braucht auch in Zukunft einen flexiblen Arbeitsmarkt. Die Wirtschaft verändert sich schnell.“ Unternehmen müssten flexibel auf die Digitalisierung und die dadurch steigenden Aufträge reagieren können. Insbesondere die Zeitarbeit sei hierfür ein wichtiges Instrument.

Tauschten sich intensiv über die Zeitarbeitsbranche aus (v.l.): Christoph Thieltges, Personaldisponent bei Armon, die FDP-Politiker Daniel Müller und Jürgen Krämer sowie Bruno Hebel, Niederlassungsleiter bei Armon. (Foto: FDP)

Bruno Hebel, Niederlassungsleiter bei Armon, sowie Personaldisponent Christoph Thieltges luden den FDP-Politiker Krämer, den Vorsitzenden des Ortsverbandes Wittlich-Land Manderscheid, Daniel Müller, und den CDU-Generalsekretär Patrick Schnieder zu einem Informationsaustausch nach Wittlich ein. Hebel waren besonders die Themen Arbeitnehmerüberlassung im Bauhauptgewerbe und Tarifverträge ein wichtiges Anliegen. FDP- und CDU-Politiker waren sich einig: Zeitarbeit dürfe nicht durch Überregulierung verhindert werden. Sie sei für viele eine Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Chance dank Zeitarbeit

Für Krämer war klar: „Für gut Ausgebildete kann die Zeitarbeit in der digitalen Welt zudem neue Wege eröffnen – zwischen Selbstständigkeit und der jahrelangen Arbeit für nur ein Unternehmen.“ Aber auch für Personen ohne Berufsausbildung biete Zeitarbeit eine Chance auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt. „Rund zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer übten vorher keine Beschäftigung aus. Jeder Vierte hat nicht einmal einen Berufsabschluss“, erklärte Müller. „Gerade diese Arbeitnehmer profitieren von der Zeitarbeitsbranche.“

Zeitarbeit ermöglicht Flexibilität

Auch CDU-Politiker Schnieder möchte die wirtschaftliche Flexibilität am Arbeitsmarkt beibehalten: „Mit Zeitarbeitnehmern können Unternehmen schnell und flexibel auf Engpässe reagieren. Außerdem ist Zeitarbeit für viele eine Chance auf eine Beschäftigung.“ Daher sei es wichtig, dass Neuregelungen für die Zeitarbeitsbranche nicht zu einer Überregulierung führe.

CDU-Generalsekretär Patrick Schnieder bekam als Dank das iGZ-Schaf von Bruno Hebel und Christoph Thieltges überreicht (v.l.).

Verbot im Bauhauptgewerbe

Für Hebel ist besonders das Überlassungsverbot im Bauhauptgewerbe ein Dorn im Auge: „Dadurch werden zigtausend Stellen in der Zeitarbeit blockiert.“ Gerade das führe dazu, dass die Zeitarbeit hier nicht flexibel auf Auftragsspitzen reagieren könne. „Ebenso wird Fachkräften dadurch die Möglichkeit genommen, Erfahrungen zu sammeln und ihren Marktwert zu erhöhen.“

Wertvolles Gespräch

Hebel und Thieltges bedankten sich bei den Politikern für den intensiven Dialog und hofften, dass die politischen Entscheidungsträger in Zukunft einmal mehr über den Tellerrand blicken und die Folgen der Überregulierung der Zeitarbeitsbranche abwägen. (SB)