Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Monatsbericht

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Gute Arbeitsmarktentwicklung setzt sich fort

827.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählte die Bundesagentur für Arbeit im Februar 2017 in der Zeitarbeitsbranche. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 35.000 Zeitarbeitskräfte (4,4 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2017 wuchs die Zahl um 3.000 Beschäftigte (0,4 Prozent).

„Der Wachstumstrend in der deutschen Wirtschaft dürfte sich auch im ersten Quartal 2017 fortgesetzt haben“, kommentierte die BA die Entwicklung im Monatsbericht April 2017 zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sowie die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern nahmen weiter zu und auch die Arbeitslosigkeit verzeichnete erneut einen saisonbereinigten Rückgang.

Wachstum nach Wirtschaftszweigen

Neben der Zeitarbeitsbranche wuchsen unter anderem auch die Wirtschaftszweige „Pflege und Soziales“ (92.000), „Qualifizierte Unternehmensdienstleistungen“ (89.000) und „Handel, Instandhaltung von Kfz“ (68.000) gegenüber dem Vorjahr. Geografisch betrachtet erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am stärksten in Berlin (4,3 Prozent), Schleswig-Holstein (2,8 Prozent) und Bayern (2,7 Prozent). Am geringsten wuchs der Anteil in Thüringen und im Saarland (je 1,2 Prozent).

Sinkende Arbeitslosigkeit

„Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der Arbeitslosen im April erneut deutlich gesunken“, begrüßte der BA-Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele. Die Zahl der Arbeitslosen habe von März auf April um 93.000 auf 2.569.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre sei die Arbeitslosigkeit im April um 100.000 gesunken. Saisonbereinigt ergebe sich ein Rückgang von 15.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 175.000 weniger Arbeitslose gemeldet.

Konstante Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung, die auch Arbeitnehmer in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, habe sich saisonbereinigt nicht verändert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im April 2017 auf 3.603.000. Das waren 8.000 mehr als vor einem Jahr. Der Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik insbesondere für Geflüchtete gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im März auf 1,7 Millionen und die Erwerbslosenquote auf vier Prozent.

Arbeitskräftenachfrage steigt

Parallel zur sinkenden Erwerbslosenquote wuchs die Arbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im April waren 706.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 10.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im April 2017 um 3 auf 231 Punkte. Auch im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 20 Punkten weiterhin sehr deutlich aus. (ML)