Mercedes-Benz-Werk übernimmt 80 Zeitarbeitnehmer

Doppelte Chance Zeitarbeit

Rund ein Drittel der Zeitarbeitnehmer werden laut Mittelstandsbarometer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) von den Kundenunternehmen ins eigene Stammpersonal übernommen. Zeitarbeit bedeutet also eine doppelte Chance am Arbeitsmarkt. Dass diese Zahlen nicht nur Makulatur sind, zeigte jetzt wieder die Übernahme von 80 Zeitarbeitskräften im Mannheimer Mercedes-Benz-Werk.

Laut Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung werden die Zeitarbeitnehmer ab 1. Oktober in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im Motorenwerk Mannheim übernommen. „Zeitarbeit als Brücke“ titelte denn auch das Medium.

Gemeinsamer Beschluss

Damit werde ein gemeinsamer Beschluss der Leitung des Werkes in Mannheim und des Betriebsrats realisiert. Gegenüber der Zeitung betonte der Standortverantwortliche Andreas Moch, dieser Schritt sei auch eine Folge der guten Auslastung des Motorenwerks. In Mannheim sind rund 5500 Mitarbeiter beschäftigt. Produziert werden dort Dieselmotoren für Lastkraftwagen.

Zeitarbeit als Brücke

„Schon seit langem sehen wir bei Daimler die Zeitarbeit auch als eine Brücke in eine Festanstellung, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das zulassen“, erläuterte Moch. Der Betriebsratsvorsitzende des Mannheimer Mercedes-Benz-Werkes, Joachim Horner, begrüßte die Entscheidung ebenfalls. „Wir freuen uns über die zusätzlichen unbefristeten Stellen.“

Verlängerung

Zusätzlich erzielten Betriebsrat und Werkleitung eine Einigung über den Status der anderen Zeitarbeitnehmer. Die am Standort beschäftigten Zeitarbeitnehmer bleiben dort bis Ende Juni 2018 beschäftigt. „So kommen wir der notwendigen Unterstützung für unsere Stammbelegschaft am Standort nach und schaffen damit zusätzliche Perspektiven für die Menschen in unserer Region“, freute sich Horner. (WLI)