iGZ-Pressesprecher bei Expertengespräch zu Pressearbeit

Regionale Seite: Duisburg Nordrhein-Westfalen

Wolfram Linke

  • Bundesgeschäftsstelle
  • Referat Presse
  • Seminarleiter/in

„Die Sprache der Journalisten sprechen“

„Wichtig ist auf jeden Fall, dass Pressesprecher journalistisch schreiben können“, stellte Wolfram Linke, Pressesprecher des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), klar. Während des Journalistentages des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) NRW in Duisburg beteiligte er sich an einem Expertengespräch zu Pressearbeit.

iGZ-Pressesprecher Wolfram Linke (2.v.r.) tauschte sich mit Gregor Boldt, metropole Ruhr, und Julie Edelmann-Veith (r.), Edelmann-Veith public relations, zum Thema Pressearbeit aus. Barbara Löcherbach moderierte das Gespräch. Fotos: Arne Pöhnert

„Sind Journalisten also die besseren Pressesprecher?“, fragte Barbara Löcherbach, Moderatorin des Fachforums. „Auf jeden Fall bringt journalistische Erfahrung klare Vorteile“, antwortete Linke, der selbst zwanzig Jahre lang für die Lokalzeitung „Münstersche Zeitung“ gearbeitet hat. Zu wissen, wie Redaktionen ticken, und die Abläufe und wichtigen Uhrzeiten zu kennen, sei ein klarer Vorteil für die Arbeit in einer Pressestelle.

Fachvokabular übersetzen

Neben einem Praktikum in der hiesigen Lokalzeitung stehe für die Volontäre des iGZ daher ein vierwöchiges journalistisches Grundlagenseminar auf dem Ausbildungsplan. „Journalisten können mit Fachchinesisch nichts anfangen“, begründete Linke. Es gehöre daher zu den wichtigsten Fähigkeiten eines Pressesprechers, Fachvokabular „ins Deutsche“ zu übersetzen zu können. Wer die Sprache der Journalisten spreche, würde von denen auch als kompetenter Ansprechpartner wahrgenommen.

Pressesprecher als Erklärbär

„Vor allem in Krisenzeiten können wir dann davon zehren“, verdeutlicht Linke. Denn wer einen guten Kontakt zu Journalisten pflege – Anfragen also stets schnell und sachgemäß beantwortet – der komme in der Presse auch zu Wort. „Natürlich haben wir keinen Einfluss darauf, was Journalisten am Ende schreiben“, betonte der iGZ-Pressesprecher, „aber wir haben die Gelegenheit, aufzuklären, bei der Recherche zu unterstützen und unsere Sicht der Dinge darzustellen.“ „Der Pressesprecher als Erklärbär“, fasste Löcherbach schmunzelnd zusammen. (ML)