Interview mit Reiner Hoffmann zur geplanten AÜG-Reform

DGB-Chef fordert Tariföffnungsklauseln

Tarif vor Gesetz – dieses Motto unterstützt auch DGB-Chef Reiner Hoffmann. Zwar geht dem Gewerkschaftler der Entwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes nicht weit genug, die geplanten Tariföffnungsklauseln möchte er aber keinesfalls missen.

DGB-Chef Reiner Hoffmann: Die vorgesehenen Öffnungsklauseln „sind nicht nur okay, sondern waren unsere ausdrückliche Forderung." (Quelle: DGB, Simone M. Neumann)

Die vorgesehenen Öffnungsklauseln „sind nicht nur okay, sondern waren unsere ausdrückliche Forderung“, betonte Hoffmann im Interview mit dem Tagesspiegel. Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter hätten sinnvolle Regelungen hinbekommen. Die sollten auch weiter gelten.

„Dringend notwenige“ Formen der Zeitarbeit

Zudem räumte der DGB-Chef ein, dass es durchaus Formen der Zeitarbeit gebe, die „dringend notwendig“ seien. Um eine Phase der Hochkonjunktur, saisonale Spitzen oder krankheitsbedingte Abwesenheiten abzufangen, brauchten Unternehmen Zeitarbeit als Flexibilitätsinstrument. Zeitarbeit dürfe aber nicht zum Dauerinstrument in Größenordnungen von 20 oder 30 Prozent der Belegschaften werden, forderte Hoffmann. (ML)