iGZ-Bundesvorsitzende kommentiert geforderte Höchstüberlassungsdauer

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Ariane Durian

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"Begrenzung schadet Zeitarbeit massiv"

Die im Koalitionsvertrag der regierenden Parteien formulierten Regelungen zur Zeitarbeit sind aktuell das bestimmende Thema in der Zeitarbeitsbranche. Den Unternehmen drohen weitere Restriktionen, deren Sinn und Zweck mehr als fragwürdig ist. Ariane Durian, Bundesvorsitzende des iGZ, hat dazu – besonders mit Blick auf die Forderungen Equal Pay nach neun Monaten und Beschränkung der Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate - in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins „Personalwirtschaft“ einen Gastkommentar geschrieben.

iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian: "Ein Einsatz im Rah­men der Zeitarbeit, der länger als 18 Mona­te dauert, ist kein Missbrauch der Zeitar­beit!"

Darin heißt es unter anderem: „Während sich die Neun-Monats-Grenze an den Regelun­gen in den bestehenden Branchenzuschlags­tarifen der Zeitarbeit orientiert, ist die Zahl 18 auf dem politischen Basar ausgehandelt worden - die SPD forderte ursprünglich zwölf Monate, die Union 24. So willkürlich die Zahl festgelegt worden ist, so wenig praktikabel stellt sie sich dar.

Der Zeitarbeit würde geschadet

Zwar ist es angesichts einer drohenden Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Frage, wann ein Zeitarbeitseinsatz „vorübergehend“ ist, richtig und wichtig, diese Frage abschließend politisch zu defi­nieren.“ Mit einer Begrenzung auf einein­halb Jahre, so die Autorin, schade man dem wichtigen Flexibilitätsinstrument Zeitarbeit jedoch massiv. Denn klar sei: Ein Einsatz im Rah­men der Zeitarbeit, der länger als 18 Mona­te dauere, sei kein Missbrauch der Zeitar­beit!

Viele gute Gründe

Durian: „Im Gegenteil: Es gibt eine ganze Rei­he guter Gründe, wieso ein Zeitarbeitsein­satz auch länger als 18 Monate dauern kön­nen muss. Schaut man in Kundenunternehmen der Zeitarbeit, so stellt man immer häufiger fest, dass diese heute selbst meist sehr auftrags­bezogen arbeiten. Sie nehmen an Ausschrei­bungen teil. Sie erhalten Aufträge, die zum Beispiel projektbezogen zeitlich begrenzt auf einen bestimmten Zeitraum sind.“

Permanente Unsicherheit

Häu­fig laufen sie laut iGZ-Bundesvorsitzender 24 Monate und werden dann neu ausgeschrieben. Es bestehe bei diesen Kundenunternehmen der Zeitarbeitsbran­che eine permanente Unsicherheit, ob eine erneute Auftragserteilung erfolge. Eine Reglementierung durch eine zeitliche Beschränkung der Überlassungsdauer schwäche die Kundenunternehmen und sei kontraproduktiv. Der Fachkräftemangel trete in der deutschen Wirtschaft täglich stärker zutage. „Fachkräfte“, so Durian, „können wählen, und sie wählen häufig bewusst einen modernen und gut aufgestellten Personaldienstleister“. Sie schätzen die Dienstleistung ähnlich wie die Kundenunternehmen.

Nicht im Sinne der Wirtschaft

Ein Eingriff durch die Politik oder den Gesetzgeber sei nicht im Sinne der deutschen Wirtschaft und ihrer Fachkräfte. Hier müsse die Politik sehr sorg­sam schauen, wie sie diese Regelungen tat­sächlich in die Tat, sprich in Gesetzestext, umsetze, um keinen Flurschaden bei der betrieblichen Flexibilität der Wirtschaft in Deutschland anzurichten. (WLI)

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