FRAGEN ZUR ZEITARBEIT

Wie funktioniert Zeitarbeit?
Zeitarbeitnehmer werden – zumeist unbefristet und in jedem Fall sozialversicherungspflichtig beschäftigt – bei einem Zeitarbeitsunternehmen angestellt. Ihre Arbeit leisten sie dann in einem so genannten Kunden- oder Entleihbetrieb. Arbeitgeber ist jedoch das Zeitarbeitsunternehmen. Von dort erhalten die Arbeitnehmer auch ihren Lohn.
 
Wie oft wechselt der Einsatzort?
Das ist unterschiedlich und hängt von der Art der Tätigkeit ab. Eine zeitliche Obergrenze für die Überlassung in einen Kundenbetrieb hat der Gesetzgeber gestrichen. Aber es gibt auch Einsätze, die sich kurzfristig ergeben und so einen flexiblen Einsatz notwendig machen.
 
Wieviel Geld verdient ein Zeitarbeitnehmer?
Zeitarbeitnehmer müssen grundsätzlich genauso bezahlt werden, wie die Mitarbeiter im Kundenbetrieb, die vergleichbare Tätigkeiten ausüben („equal pay“), es sein denn, es findet ein Tarifvertrag für die Zeitarbeit Anwendung („Tariföffnungsklausel“). Der iGZ hat einen solchen Tarifvertrag mit der DGB-Tarifgemeinschaft ausgehandelt. Nach diesem müssen alle iGZ-Mitgliedsunternehmen ihre Mitarbeiter entlohnen.
 
Woran erkennt man ein gutes Zeitarbeitsunternehmen?
Wichtig ist das Vorliegen einer Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung. Die Mitgliedschaft im iGZ begreifen wir als Qualitätssiegel. Nutzen Sie auch das Vorstellungsgespräch mit dem Personaldisponenten zum gegenseitigen Kennenlernen. Achten Sie darauf, ob Ihre Qualitäten richtig erfragt werden und auch schwierigere Punkte Ihrer Situation Berücksichtigung finden.
 
Ist Zeitarbeit nur etwas für Ungelernte?
Mit 30 Prozent gibt es keine Berufsgruppe, die so stark vertreten ist, wie die der Helfer. Allerdings bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass 70 Prozent der Zeitarbeitnehmer in anderen Bereichen eingesetzt sind. Der Bereich der höher- und hochqualifizierten gewinnt rapide an Bedeutung. Dies gilt für Facharbeiter, Ingenieure und viele Spezialisten.
 
Was ist, wenn ein Kundenbetrieb einen Zeitarbeitnehmer übernehmen möchte?
Dies ist in den allermeisten Fällen kein Problem. Die Übernahme von Zeitarbeitnehmern in den Kundenbetrieb ist keine Ausnahme: Schon heute bleibt jeder dritte Zeitarbeitnehmer im Kundenbetrieb „kleben“. Nicht zuletzt deswegen spricht man oft von der „Brückenfunktion“ von Zeitarbeit.