KONTAKT

iGZ-Bundesgeschäftsstelle
PortAL 10 | Albersloher Weg 10
48155 Münster
Tel. (02 51) 32 26 2-0
Fax (02 51) 32 26 2-100


iGZ-Hauptstadtbüro Berlin
Schumannstr. 17
10117 Berlin
Tel. (030) 280459-88
Fax: (030) 280459-90

info@ig-zeitarbeit.de

Zeitarbeit: Keine Reservearmee zu Billigstlöhnen

09.09.2010

Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser äußert sich zur Zeitarbeit

In einem N-TV-Interview äußerte sich jetzt der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, auch zur Rolle der Zeitarbeit in der gesamtdeutschen Wirtschaft.

Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit
Martin Kannegiesser ist Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Darin heißt es unter anderem:

Können wir Leistungsbereitschaft fördern, wenn wir uns längerfristig auf Leiharbeit stützen, die niedriger bezahlt wird als Festarbeit?

Kannegiesser: Zeitarbeit war stets als Instrument zum vorübergehenden Ausgleich von Ungleichgewichten gedacht. Es war nie die Absicht, eine Reservearmee mit niedrigen Löhnen zu schaffen. Das darf es auch nicht sein. Wer sein Geschäftsmodell auf Zeitarbeit aufbaut, liegt falsch. Aber: Wenn in bestimmten Bereichen die Kosten zu hoch sind, müssen diese Bereiche außer Landes gehen, wie bei der Textilindustrie. Oder man muss für den betreffenden Bereich niedrige Löhne einführen. Das geht auf Dauer aber nicht durch Zeitarbeit. Das wäre Etikettenschwindel. Wenn wir bestimmte Bereiche mit Einfachtätigkeiten im Lande behalten wollen, weil das sozusagen zum Gesamtpaket gehört, dann muss man diese Arbeit entweder subventionieren oder sie kostenbewusst senken.(N-TV, 01.09.´10)

Das komplette Interview steht im Anhang.

AnhangGröße
Interview-Kannegiesser-N-TV.pdf54.49 KB