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30.01.2012
Tarif für Zeitarbeitnehmer
IG Metall will sich Zeitarbeit stärker widmen
Wenn sich am 6. September die Tarifparteien zu den ersten Verhandlungen für die westdeutsche Stahlbranche treffen, dann werden sie sich auch mit Beschäftigten befassen, die einer gänzlich anderen Zunft angehören: den Leiharbeitern. Nach dem Willen der IG Metall sollen nämlich diejenigen, die in Stahlkonzernen eingesetzt werden, gleich viel verdienen wie die Stammbelegschaft. "Die Betriebe fahren den Aufschwung in erster Linie mit Leiharbeit", kritisiert der Bezirksleiter der IG Metall NRW, Oliver Burkhard. Deswegen sei das Thema neben der Lohnforderung von 4,5 bis acht Prozent und einer Arbeitszeitverkürzung für Ältere ein zentrales Anliegen. "Wir können nicht jahrelang ,Gleicher Lohn für gleiche Arbeit' auf unsere Plakate schreiben und nichts in dieser Richtung umsetzen", so Burkhard. (...)
Viele Zeitarbeitnehmer
Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) rechnet auch für die nächsten Monate mit einer steigenden Arbeitsnachfrage: "Zahlreiche große Unternehmen warten derzeit ab, wie sich die Konjunktur entwickelt und stellen deshalb viele Zeitarbeiter ein", so ein Sprecher des iGZ. (...)
Konstanter Lohn
Der IGZ lehnt die Vorschläge der Gewerkschaft ab. "Wir haben einen eigenen Tarifvertrag", sagte der Sprecher. Der gewähre den Zeitarbeitern einen konstanten Lohn, mit dem sie planen könnten. "Wenn die Leiharbeiter den gleichen Lohn erhalten wie Festangestellte, verändert sich ihr Einkommen bei jedem Betriebswechsel." Somit könne sich ihr Lohn auch zum Nachteil entwickeln. (...) (Rheinische Post, 20.08.´10)





