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WirtschaftsWoche: Zeitarbeitsbranche forciert Selbstreinigung

07.08.2010

Personaldienstleister befürchten schärfere Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber

In einem ausführlichen Artikel in der aktuelle Ausgabe der WiWo Nr. 32 beschreibt der kritische Bericht des Journalisten Harald Schumacher, wie (defensiv) die Zeitarbeitsakteure mit der öffentlichen Kritik sowie den Reformbestrebungen in Berlin umgehen, welche Selbstreinigungsmechanismen sich insbesondere der iGZ auferlegt hat und welche Tricks in der Branche vielfach an der Tagesordnung sind.

Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit

Zur Person

Harald Schumacher, geboren am 16.12.1960 in Adenau (Rheinland-Pfalz), 1979 Abitur, dann Zivildienst. 1981 Hamburger Journalistenschule (3. Jahrgang, heutige Henri-Nannen-Schule), von 1983 – 1987 Politik-Redakteur bei impulse, seit 1987 bei der WirtschaftsWoche, zunächst im Ressort Politik, dann als Reporter, seit 2006 Reporter im Ressort Unternehmen. Schumacher ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter.

In dem Artikel wird auch auf die aktuelle Mindestlohn-Diskussion Bezug genommen: "Weil sich von Mai 2011 an im Rahmen der EU-Dienstleistungsrichtlinie die Grenzen für Konkurrenten aus Osteuropa öffnen, kämpft die Branche Seite an Seite mit den Gewerkschaften für Mindeststandards in Form eines branchenweit allgemeinverbindlichen Mindestlohns, an den sich auch Konkurrenten aus Polen halten müssten. „Wenn die Gewerkschaften ab Mai 2011 sähen, dass osteuropäische Anbieter die Tarifverträge unterlaufen würden, dann hätten wir eine noch schärfere Diskussion als durch Schlecker – die würde unsere gesamte Branche vom Hof fegen“, warnt ein Spitzenmanager. "

Sicherungen eingebaut

Intern, so der Artikel, habe etwa der iGZ inzwischen Sicherungen eingebaut, um besonders schwarze Schafe auszusondern. So schloss der iGZ unlängst ein großes iGZ-Mitglied aus, das in Ostdeutschland den schlechteren AMP-CGZP-Tarifvertrag anwendet. Künftig solle die iGZ-Einigungsstelle, die über solche Fälle berät, gemeinsam mit Gewerkschaftern als Gütestelle fungieren, um Konflikte etwa um Eingruppierung von Mitarbeitern früh zu entschärfen. iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz will so „die Selbstreinigungskräfte stärken“.