KONTAKT
iGZ-Bundesgeschäftsstelle
PortAL 10 | Albersloher Weg 10
48155 Münster
Tel. (02 51) 32 26 2-0
Fax (02 51) 32 26 2-100
iGZ-Hauptstadtbüro Berlin
Schumannstr. 17
10117 Berlin
Tel. (030) 280459-88
Fax: (030) 280459-90
DOWNLOADS
AKTUELLES
-
07.02.2012
-
07.02.2012
-
06.02.2012
-
03.02.2012
-
03.02.2012
-
02.02.2012
-
01.02.2012
-
01.02.2012
-
30.01.2012
-
30.01.2012
Laumann will Lohndumping eindämmen
NRW-Arbeitsminister will Arbeitnehmer besser schützen
Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann will Arbeitnehmer besser vor Dumpinglöhnen und Tarifflucht schützen. "Wenn Firmen das Instrument der Zeitarbeit missbrauchen, um bestehende Tarifverträge zu unterlaufen, können wir das nicht akzeptieren", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens in Greven.

Konkret geht es um die Praxis, dass Unternehmen selbst konzerneigene Firmen gründen, in denen sie Leiharbeiter beschäftigen, die früher zur Stammbelegschaft gehörten und die früher Tarifgehälter erhielten. Sollten sich die Tarifpartner nicht darauf verständigen können, dieses Instrument einzudämmen, will Laumann spätestens bis zum Sommer ein gesetzliches Verbot durchsetzen. "Dann werden wir diesen Missbrauch der Leiharbeit zu Lasten der Arbeitnehmer gesetzlich unterbinden. Dafür werde ich mich einsetzen."
Nichts geschehen
Ausgelöst wurde die Debatte durch das Unternehmen Schlecker. Die Drogeriekette hatte Leiharbeiter zu Dumpinglöhnen beschäftigt, die vorher fest angestellt waren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bundesarbeitsminister Ursula von der Leyen (CDU) hatten auf dem CDU-Landesparteitag Mitte März in Münster daraufhin angekündigt, diese Unterhöhlung der Tariflöhne gesetzlich zu verbieten. Geschehen ist bisher aber nichts.
Umstrittener Einsatz
Doch nicht nur in Groß-Konzernen scheint dieser umstrittenen Einsatz der Leiharbeit bereits vielerorts praktiziert zu werden. Auch im Bereich Pflege und Gesundheit werden tausende Beschäftigte als Leiharbeiter beschäftigt. Allein die SPD-nahe Arbeiterwohlfahrt (AWO) unterhält im Bezirk Westliches Westfalen vier eigene Zeitarbeitsfirmen.
Laden aufräumen
"Es ist besonders unappetitlich, wenn es im Bereich der Wohlfahrtsverbände solche Zustände gibt. Wenn man potenzielle Pflegefachkräfte abschrecken will, dann muss man ihnen Dumpinglöhne zahlen", schimpft Laumann. Er forderte die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft auf, sich für eine Beendigung dieser Praxis bei der AWO einzusetzen. "Es sind Sozialdemokraten, die in den Vorständen Verantwortung für diese Praxis tragen. Frau Kraft soll in ihrem eigenen Laden endlich aufräumen." (Borkener Zeitung, 26.04.´10)





