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Qualifizierung gehört zur Zukunft der Zeitarbeit
AZWV-Zertifikat für iGZ-Mitgliedsunternehmen Fair Personal + Technik
Weiterbildung wurde bei den Mitgliedsunternehmen des iGZ schon immer groß geschrieben - das Zertifikat "Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung" (AZWV) nahm am Montagvormittag Wilfried Herking, Geschäftsführer der Fair Personal + Technik GmbH, in Gronau-Epe aus den Händen von Axel Müller, beim TÜV Nord zuständig für die Region West, entgegen.

AZWV
Die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) ist eine Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit vom 16. Juni 2004 gem. § 87 SGB III und regelt die Anerkennung von fachkundigen Stellen und die Zulassung (Zertifizierung) von Bildungsträgern und Bildungsmaßnahmen. Die von den Agenturen für Arbeit bzw. den Arbeitsgemeinschaften für Grundsicherung an Arbeitsuchende herausgegebenen Bildungsgutscheine können nur bei den so zertifizierten Bildungsträgern und -maßnahmen eingelöst werden.
Zusätzlich bekam das Unternehmen die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 verliehen. "Bereits mit der Unternehmensgründung im Jahr 2000 haben wir uns Gedanken gemacht, Facharbeiter nicht nur zu beschäftigen, sondern auch zu qualifizieren", erklärte Herking im Rahmen einer Feierstunde, an der auch Friedhelm Meßing, Teamleiter Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit (BA), sowie Britta Borowski und Alfred Elling - ebenfalls BA, und Ausbilder Martin Räwer teilnahmen.
Anerkannter Bildungsträger
Als nun anerkannter Bildungsträger biete sein Unternehmen verschiedenste Varianten im Bereich der Schweißtechnik an - "insgesamt", so Herking, "können wir bis zu 15 Plätze besetzen, die von zwei Ausbildern betreut werden". Zurzeit werden laut Geschäftsführer neun Beschäftigte qualifiziert, die über den Bildungsgutschein zu der Maßnahme kamen, denn: "Der Einstieg in die Lehrgänge ist auch über Bildungsgutschein möglich", verweist Herking auf die Kooperation mit der BA. Ein Angebot, das auch gern von den Industrie- und Handwerksbetrieben vor Ort genutzt werde.
Individuelle Ausbildungspläne
"Der Einstieg ist jederzeit kurzfristig möglich, und jeder bekommt einen individuellen Ausbildungsplan erstellt", erläuterte er. Besonderer Vorteil dabei sei , dass das Personal in Absprache mit den Kunden qualifiziert werden könne: "Die speziellen Anforderungen der Kunden können flexibel in die Lehrgänge mit integriert werden", erläuterte Herking und verwies auf einen weiteren Vorteil: "Der Mitarbeiter arbeitet schon während der Qualifizierung an Produkten, die anschließend kontrolliert und dann weiterverkauft werden".
Kurzfristig in langfristige Arbeit
Ziel sei es, möglichst langfristig mit den eigenen - qualifizierten - Zeitarbeitnehmern zusammenzuarbeiten, möglichst viele Absolventen in andere feste Arbeitsplätze zu bringen und bereits Angestellte so weiterzubilden, dass der Bestand ihres Platzes gesichert sei. "Unser Ziel ist es, mindestens 70 Prozent der Teilnehmer kurzfristig in langfristige Arbeit mit einer ebenso fairen wie vernünftigen Bezahlung zu bringen", betonte der Geschäftsführer des iGZ-Mitgliedsunternehmens.
Trend zur Qualifizierung
Angesichts des stetig steigenden Fachkräftemangels und den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre sei der Trend zur Qualifizierung die logische Konsequenz - und deshalb denkt die Fair GmbH bereits über eine Ausweitung des Qualifizierungsangebots unter anderem in Richtung Löttechnik für den Bereich Gas/ Wasser nach.





