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Endlich Bewegung im Tarifpoker Zeitarbeit
Folgende Eckpunkte wurden verhandelt: Höhere Entgelte, lange Laufzeiten, Missbrauchsausschlussklauseln, keine Absenkungs-/Verrechnungsmöglichkeiten mehr.
Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und die Tarifgemeinschaft Zeitarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben sich heute auf neue Entgelte für die Zeitarbeitsbranche geeinigt. Das Verhandlungsergebnis beendet mangels Erklärungsfrist eine lange und intensive Verhandlungsrunde. Die tarifvertraglichen Neuerungen treten am 01. Juli 2010 in Kraft und gelten bis zum 31.10.2013.Der Tarifabschluss sieht eine Erhöhung aller Entgeltgruppen in vier Schritten vor. Das Tarifniveau steigt insgesamt in der Entgeltgruppe 1 im Westen auf EUR 8,19 und im Osten auf EUR 7,50. Nachdem der iGZ-BZA-DGB-Mindestlohntarifvertrag Ende 2008 ohne Nachwirkung ausgelaufen war, hat der BZA mit der DGB-TG auch Ideen für einen neuen Mindestlohntarifvertrag entwickelt. Bei der Problematik der sog. konzerninternen Arbeitnehmerüberlassung soll das Tarifwerk BZA/DGB künftig bei missbräuchlicher Nutzung der Zeitarbeit innerhalb eines Konzerns keine Anwendung mehr finden.
Der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und die Christlichen Gewerkschaften haben ihre Tarifverhandlungen ebenfalls abgeschlossen und dem neuen Tarifwerk für die Zeitarbeitsbranche zugestimmt. Auch hier soll der Missbrauch der Zeitarbeit durch konzerninterne Arbeitnehmerüberlassung und Fälle wie Schlecker ausgeschlossen werden. Das Vertragswerk sieht eine lineare Anhebung der Entgelte vor: Im Westen steigen die Löhne ab 1. Juli 2010 um 3,4% (7,60 €). Für den Osten wurde eine Anhebung um 4,1% (6,40 Euro) vereinbart. In einem zweiten Schritt wird es zum 1. Juli 2011 eine Entgelterhöhung um 2% im Westen und um 2% im Osten geben.





