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Ansehensverlust durch Missbrauch der Zeitarbeit
iGZ-Geschäftsführer Dr. Martin Dreyer bei der iG Metall
"Zeitarbeit, quo vadis?" - Zeitarbeit, wohin gehst du? Das fragte Dr. Martin Dreyer, Geschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ}, auf der jüngsten Delegiertenversammlung der IG Metall in Rheine.

Ansehensverlust
"Es ist nicht die Zeitarbeitsbranche selbst, die einen Ansehensverlust herbeiführt, sondern es sind auch die Unternehmen, die mit Zeitarbeit eigentlich gar nichts zu tun haben", betonte er. Den Missbrauch der Zeitarbeit zu bekämpfen sei ein ganz wichtiges Thema für den iGZ, versicherte Dreyer. Positiv vermerkte er, dass rund 60 Prozent, der Zeitarbeitskräfte in Nordrhein-Westfalen vorher arbeitslos waren. Daher dürfe man von einer "Integration in den Arbeitsmarkt" sprechen.
Brücken- und Klebeeffekt
Zwei Begriffe seien mit Zeitarbeit verbunden: Brücken- und Klebeeffekt. Ein Brückeneffekt ergebe sich dann, wenn Arbeitnehmer es schafften, in den Arbeitsmarkt außerhalb der Zeitarbeit zu kommen. Von "Klebeeffekt sei zu sprechen, wenn Menschen immer wieder nur zu dem Entleihunternehmen zurückkommen, bei dem sie vorher schon tätig waren. "Man kann sich über den Gesamteffekt streiten", sagte Dreyer, "es kommt vor allem darauf an, dass eine gewisse Grundrichtung besteht. Mitarbeiter sollen die Chance haben, auch außerhalb der Zeitarbeit beruflich Fuß zu fassen. Wir meinen, dass der Integrationseffekt je nach Konjunkturlage bei etwa 30 Prozent liegt". (MZ)





