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Zeitarbeit: Entlassungsszenarien weit übertrieben

16.12.2009

Gewerkschaft ver.di schürt Panik bei Zeitarbeitnehmern

Am 16. Dezember ´09 lädt ver.di Hamburger Zeitarbeiter zu einem Informationsabend ein. Das ist ehrenwert. Zur Mobilisierung bedient sich die Gewerkschaft dabei allerdings unseriöser Panikmache, indem sie unterstellt, dass die Hamburger Zeitarbeitsfirmen zum Jahresende ein Viertel ihrer Arbeitnehmer entlassen.

Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit
Angelo Wehrli, iGZ-Landesbeaufragter für Hamburg.

Dieses Viertel entspricht laut ver.di 7000 Zeitarbeitnehmern, wobei die Gewerkschaft Kündigungen, befristete Zeitarbeitsverträge und Zeitarbeitnehmer mit niedrigem Einkommen, deren Lohn durch staatliche Sozialleistungen aufgestockt wird, bunt vermischt.

Auftragslage stabilisiert

Demgegenüber lässt sich feststellen, dass sich die Auftragslage für Hamburger Zeitarbeitsfirmen gegenüber dem Jahresanfang wieder leicht stabilisiert hat. "Die von ver.di genannten Zahlen sind völlig aus der Luft gegriffen," so Angelo Wehrli, Hamburger Landesbeauftragter des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und Geschäftsführender Gesell- schafter von afg PERSONAL.

Durch Tarifverträge abgesichert

Darüber hinaus ist der größte Teil Hamburger Zeitarbeitsfirmen im iGZ oder im Bundesverband Zeitarbeit (BZA) organisiert und die bei ihnen angestellten Zeitarbeitnehmer - etwa 70 bis 80 Prozent aller Hamburger Zeitarbeiter - sind durch Tarifverträge mit voller sozialer Absicherung geschützt. Fachkräfte werden sogar übertariflich bezahlt und zunehmend werden auch Fortbildungen in den Zeitarbeitsfirmen umgesetzt. Angelo Wehrli: "Zeitarbeit ist ein seriöses Instrument am Arbeitsmarkt und für viele Hamburger Unternehmen ein Anker, um konkurrenzfähig zu bleiben."