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72% der CDU Wähler für gesetzlichen Mindestlohn
Umfrage-Ergebnis für Deutschland
Hamburg/MVregio Eine von den Gewerkschaften NGG und ver.di in Auftrag gegebene Umfrage von Infratest/Dimap kommt zu einem überraschenden Ergebnis: 72 Prozent der CDU-Wähler fordern einen gesetzlichen Mindestlohn für alle Länder der EU.
Insgesamt sprechen sich 70 Prozent der Wählerinnen und Wähler für einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland aus.
"Dieses Ergebnis unterstreicht die überzeugende Unterstützung für einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. CDU/CSU wären gut beraten, mit diesem Ergebnis ihre politische Blockadehaltung zu überdenken", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, Franz-Josef Möllenberg. "Immer mehr Menschen erleben durch eigene Betroffenheit, durch Kontakte im Freundes- oder Bekanntenkreis und durch die Medien, welche dramatischen Folgen die Niedriglohnpolitik in Deutschland hat. Diese Menschen erwarten Unterstützung gegen Dumpinglöhne", so Möllenberg weiter.
Nachfrageeffekt
Vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, dass der gesetzliche Mindestlohn nicht im Rahmen der Konjunkturpakete umgesetzt werde. Schon die Festlegung eines Mindestlohns von 7,50 Euro hätte einen Nachfrageeffekt von 11 Milliarden Euro erzeugt und so die Binnennachfrage kurz- und mittelfristig gestärkt.
Zentrales Wahlkampfthema
Möllenberg: "Mindestlohn ist ein zentrales Wahlkampfthema für die EU-Wahl und für die Bundestagswahl im September. Viele Menschen wissen, welche Parteien dafür stehen und welche den gesetzlichen Mindestlohn verhindern. Daher ist es unverständlich, dass CDU/CSU gegen den Willen ihrer Wählerinnen und Wähler handeln."





