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Branchenzuschläge erfordern strategisches Umdenken

13.07.2012

iGZ-Seminar gibt Tipps zur praktischen Umsetzung

Durch die neuen Branchenzuschläge ändern sich nicht nur die Lohntabellen für die externen Mitarbeiter in der Metall- und Chemiebranche. Zeitarbeitsunternehmen müssen auch ihre strategischen und organisatorischen Abläufe neu ausrichten, erläuterte Bernd Loh im Seminar „Unternehmensführung im Wandel der Zeit“.

Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit
Thorsten Rensing (l.) und Bernd Loh gaben den Seminarteilnehmern wertvolle Tipps.

Bei der Entlohnung der externen Mitarbeiter müssten Disponenten in Zukunft nicht mehr nur auf eine einzige Lohntabelle schauen, sondern auch die Branchenzuschlags-Tarifverträge mit der IG Metall und der IG BCE berücksichtigen. Das habe mehrere Konsequenzen, machten Bernd Loh und sein Kollege Thorsten Rensing im iGZ-Sonderseminar zum Branchenzuschlagssystem deutlich. Knapp 20 Teilnehmer waren dafür in den Seminarraum im Münsteraner Hauptsitz des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen gekommen.

Kalkulation

Sie gaben Hilfestellungen, wie Disponenten ihre Finanzkalkulation überarbeiten können. Denn höhere Löhne hätten kurzfristig Auswirkungen auf die Liquidität eines Unternehmens. Zudem müssten die Verrechnungssätze für die Kundenbetriebe angepasst werden. Anhand von Beispielen verrieten Loh und Rensing praktische Anwendungstipps.

Kommunikation

Auf der anderen Seite komme mit Blick auf die Kommunikation eine neue Herausforderung auf die Disponenten zu. Personaldienstleister müssten den externen Mitarbeitern erklären, wieso sie von nun an ein schwankendes Entgelt erhalten werden. Den Kundenbetrieben müssten sie verständlich machen, wieso Zeitarbeit in Zukunft teurer wird. Die Referenten erläuterten, wie Disponenten sich auf solche Gespräche vorbereiten können. (ML)